Hoch auf einem Bergrücken über der Ortsgemeinde Altenbamberg ragt die Altenbaumburg. Sie ist die Stammburg der Raugrafen und eine der größten Burgruinen der Pfalz. Die ursprünglich auf einer strategisch günstigen Position des Alsenztals stehende Anlage verlor ihre Bedeutung, nachdem ihre Besitzer, die Raugrafen, im 14. Jahrhundert ausstarben.
Das Burggelände unterteilt sich in eine Ober-, Mittel- und Unterburg, die aus verschiedenen Bauperioden stammen.
Die Oberburg scheint die älteste Anlage zu sein und vermutlich aus dem 12. oder frühen 13. Jh. zu stammen. Sie wird sowohl am Eingang als auch zur Mittelburg hin von einem Halsgraben gesichert. Obwohl die gesamte Anlage bereits 1482 als Steinbruch zur Stärkung der Ebernburg verwendet wurde, weisen die verschiedenen Burgteile noch einige Überreste auf. So ist zum Beispiel die Ringmauer auf der Ostseite der Oberburg noch ziemlich gut erhalten. Sie hatte sich zur Glanzeit der Burg am Halsgraben zu einer Schildmauer verstärkt, die zudem von einem rechteckigen und einem runden Turm gesichert wurde. Der Bergfried befand sich in der Mitte der Burg und war aus Buckelquadern, einem Kennzeichen staufischer Bauart, errichtet worden.
Die gotische Mittelburg ist etwa im 14. oder 15. Jh. entstanden. Von ihr sind leider nur noch wenige Reste ihres Berings und einiger Gebäude sichtbar.
Die gotische Unterburg wurde nach 1385 erbaut. Reste von ihr lassen auf eine ehemalige Kapelle schließen. Nicht zu vergessen der wieder aufgebaute Palas, an dessen Seite noch ein alter Aborterker zu sehen ist. Im Obergeschoss sind Spuren zweier großer und vor allem repräsentativer Kamine in den Neubau integriert. Der sich an der Außenseite befindende Treppenturm ist neueren Datums.